Auswahl Channel RAUCHERTELEFON Auswahl Channel RAUCHEN Auswahl Channel RAUCHSTOPP Auswahl Channel RÜCKFALL Auswahl Channel SERVICE
FAQ (Häufig gestellte Fragen)

1. Welche Methoden zur Tabakentwöhnung sind hilfreich?

Empfehlenswert ist die Schlusspunktmethode, d. h. sich innerhalb der nächsten Wochen ein Datum zu setzen, ab dem man rauchfrei sein möchte. Davor gilt es, sich vorzubereiten, die Umgebung rauchfrei zu gestalten, Unterstützungsmöglichkeiten zu finden und passende Alternativen zu überlegen. Von Anfang an werden dadurch neue Gewohnheiten eingeübt. Viele Raucher und Raucherinnen wollen zunächst ihren Zigarettenkonsum reduzieren, inhalieren dadurch jedoch die wenigen Zigaretten besonders tief, wodurch die Schadstoffe in erhöhter Dosis aufgenommen werden. Ein weiteres Problem bei der Reduktion ist, dass die restlichen Zigaretten dann schwerer weggelassen werden können. In Stress- oder Ausnahmesituationen kippen Personen mit reduziertem Zigarettenkonsum leicht wieder ins ursprüngliche Rauchverhalten.

Wo finde ich Hilfe?
Mittlerweile gibt es eine Vielfalt an Tabakentwöhnungsprogrammen. Das Angebot reicht von telefonischer Beratung über ambulante und stationäre Behandlungsmöglichkeiten bis zu Seminaren in Betrieben. Eine österreichweite Anlaufstelle ist das Rauchertelefon, das Montag bis Freitag unter 0810 810 013 erreichbar ist. Klinische- und Gesundheitspsychologinnen bieten Informationen rund ums Thema Rauchen, fachkundige Beratung zum Rauchstopp, sowie Unterstützung in schwierigen Situationen. Weitere Beratungsstellen und Institutionen, die Tabakentwöhnung anbieten, finden Sie auf www.rauchertelefon.at.
Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, ob die angebotene Entwöhnungsmethode eine wissenschaftlich nachgewiesene Wirksamkeit aufweist. Bei Methoden, die sehr viel Geld kosten oder durch große Versprechungen unseriös wirken, ist Skepsis angebracht. Apotheke, sowie Tabakentwöhnexperten und -expertinnen in medizinischer oder psychologischer Praxis sind gute Anlaufstellen für professionelle Beratung und Unterstützung. Wer sich unsicher ist, kann bei der Auswahl der Methode am Rauchertelefon nachfragen.


zum Seitenanfang

2. Was muss ich beim Rauchstopp beachten?

  • Vor dem Rauchstopp ist es besonders wichtig, persönlich bedeutsame und gute Gründe für ein rauchfreies Leben zu sammeln. So erhöhen Sie Ihre Erfolgsaussichten rauchfrei zu werden und zu bleiben! Listen Sie Ihre Motive für den Ausstieg auf und rufen Sie sich diese immer wieder in Erinnerung.

  • Legen Sie ein Rauchstopp-Datum fest – am leichtesten ist es, von einem Tag auf den anderen aufzuhören! Wählen Sie dafür einen Tag innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen, an dem Sie keinem Stress ausgesetzt sind.

  • Durch eine gesunde und aktive Lebensweise (z. B. Bewegung, viel Flüssigkeit) erleichtern Sie Ihrem Körper den Umstellungsprozess und sind gleichzeitig in Situationen abgelenkt, in denen Sie früher geraucht haben. Sie finden sicher angenehme und gesündere Verhaltensweisen, die Sie statt der Zigarette in Ihren Alltag einbauen können.

  • Machen Sie Ihre Wohnung rauchfrei und beseitigen Sie alle Rauchutensilien aus Ihrem Umfeld. Wenn Sie in der ersten Zeit der Gusto überkommen sollte, besteht somit nicht die Gefahr eines „Ausrutschers“.

  • Suchen Sie einen Partner oder eine Partnerin für den Ausstieg und machen Sie in Ihrem sozialen Umfeld bekannt, dass Sie rauchfrei werden. So können Sie Unterstützung anfordern und Lob für den Rauchstopp bekommen!

  • Erkundigen Sie sich auch, ob ein Nikotinersatzpräparat für Sie in Frage kommt. Es kann Ihnen in den ersten rauchfreien Wochen helfen, Ihre Gustoattacken leichter zu überstehen.
zum Seitenanfang

3. Wie lange dauern die Entzugserscheinungen an und wie schaffe ich es durchzuhalten?

Viele, die mit dem Rauchen aufhören, verspüren keine Entzugserscheinungen. Es kann jedoch vorkommen, dass sich die Umstellung körperlich bemerkbar macht.
In der Regel können die körperlichen Entzugserscheinungen zwischen einigen Tagen bis zu 3 Wochen dauern, jedoch lässt die Intensität mit der Dauer der rauchfreien Zeit zunehmend nach. Verlangensattacken (der unbändige Gusto nach einer Zigarette) können auch später in bestimmten Situationen, die meist mit dem Rauchen verbunden waren, auftreten. Versuchen Sie, die möglichen Beschwerden als positive Reaktion Ihres Körpers zu sehen und geben Sie sich Zeit mit dem Wissen, dass diese Symptome wie bei einer Grippe nach einer kurzen Zeit vorübergehen. Nikotinersatzprodukte sind eine weitere Unterstützungsmöglichkeit - gerade auch für stark körperlich abhängige Raucher und Raucherinnen. Diese können Entzugserscheinungen mildern. Erkundigen Sie sich in der Apotheke!

zum Seitenanfang

4. Wie schaffe ich es, dem Verlangen nach einer Zigarette zu widerstehen?

In den ersten rauchfreien Wochen kann der Gusto nach einer Zigarette verstärkt auftreten. Deshalb ist es sinnvoll, für diese Situationen gerüstet zu sein und Alternativen parat zu haben. Probieren Sie folgende Empfehlungen für den Umgang mit Verlangensattacken selbst aus:
  • 3 A-Regel: Ablenken – Abwarten – Abhauen
Abwarten: Verlangensattacken vergehen so schnell, wie sie aufgetaucht sind. Nach einigen Minuten ist der Spuk vorbei. Bleiben Sie standhaft!
Ablenken: Versuchen Sie, sich gedanklich abzulenken (z.B. Sudoku lösen, Krimi lesen) oder Hände und Mund mit anderen Tätigkeiten zu beschäftigen (z.B. Karotten knabbern, Stressball, Basteln). Auch Sport und Entspannungsübungen sind hilfreich.
Abhauen: Verlassen Sie für einen Moment den Raum, an dem das Rauchverlangen aufgetreten ist. Gehen Sie z. B. hinaus an die frische Luft und atmen Sie tief durch.

  • Motivliste: Erinnern Sie sich an Ihre persönlichen Gründe für den Rauchstopp (z. B. Fitness, Gesundheit, gutes Durchatmen…) – das motiviert zum Durchhalten!

  • In Etappen denken! Nehmen Sie sich vor, bis zum nächsten Tag durchzuhalten und entscheiden Sie sich dann wieder für die Rauchfreiheit.

  • Zigarettenmuseum: Wenn der Gusto nach einer Zigarette aufkommt, riechen Sie einfach an einem vollen Aschenbecher – meist vergeht dadurch die Lust, zu rauchen. Manche (Ex-)RaucherInnen sammeln alte Zigarettenstummeln für diesen Zweck in einem leeren Gurkenglas.

  • Suchen Sie sich Unterstützung! Gibt es in Ihrer Umgebung eine Person, die Sie in Ihrem Vorhaben unterstützt? Oft hilft es, mit jemanden über das Rauchverlangen zu sprechen oder sich ablenken zu lassen. Vielleicht finden Sie auch im Forum des Rauchertelefons Personen für den persönlichen Erfahrungsaustausch oder die gegenseitige Motivation.

  • Bei starkem Rauchverlangen oder schwierigen Situationen kann auch Nikotinersatz verwendet werden. Da die Wirkung des Nikotinersatzes etwas später eintritt als bei der Zigarette, empfiehlt es sich, Kaugummi & Co rechtzeitig anzuwenden (z. B. bereits am Weg ins Lokal).
zum Seitenanfang

5. Ich wäre gerne Gelegenheitsraucherin, wie schaffe ich das?

Viele Raucher und Raucherinnen können sich ein Leben ohne Zigarette nicht vorstellen und möchten „nur noch“ bei bestimmten Gelegenheiten rauchen. Jedoch nur wenige Menschen schaffen es, zu rauchen, ohne abhängig zu werden. Alle Raucher und Raucherinnen, die regelmäßig rauchen, sind nikotinabhängig und gehören nicht in die kleine Gruppe von Menschen, die aus verschiedenen Gründen keine Nikotinsucht entwickeln. Für ehemalige Raucher und Raucherinnen ist es zwar oft eine Zeitlang möglich, reduziert oder nur gelegentlich zu rauchen, der Großteil fällt jedoch früher oder später wieder in das abhängige Verhalten zurück. Ganz oder gar nicht, lautet die Devise!

zum Seitenanfang

6. Ich habe Angst vor einer Gewichtszunahme, wenn ich mit dem Rauchen aufhöre.

Es gibt einige Gründe, die zusammenkommen und bei vielen Exrauchern und Exraucherinnen zur Gewichtszunahme führen. Weiß man über diese Gründe Bescheid und beugt ihnen durch einfache Maßnahmen vor, ist es gut möglich, das Gewicht zu halten, oder im Rahmen einer gesünderen Lebensführung sogar etwas Gewicht zu verlieren.
  • Nach dem Rauchstopp werden aufgrund der anderen Stoffwechseltätigkeit ungefähr 300 kcal pro Tag weniger verbraucht. Achten Sie auf ausreichend Bewegung und vernünftige, kalorienarme und gesunde Ernährung, um diese Differenz auszugleichen.

  • Nikotin wirkt appetithemmend und dadurch essen Raucher und Raucherinnen oft weniger. Unterscheiden Sie zwischen Hunger und Appetit und entwickeln Sie Strategien für die Appetitattacken (Wasser trinken, Gemüsesticks knabbern, Bewegung machen…).

  • Der Blutzuckerspiegel wird durch das Nikotin stark beeinträchtigt und so wird ein Unterzucker, der durch das „fehlende“ Nikotin bewirkt wird, spürbar und oft durch Nahrung in ein normales Maß gebracht. Beobachten Sie sich und unterscheiden Sie auch hier zwischen Hunger und Appetit. Trinken Sie im Bedarfsfall ein Glas Orangensaft oder essen Sie ein Stück Obst. Der Blutzuckerspiegel braucht einige Wochen, um sich auf die nikotinfreie Situation einzustellen.

  • Exraucher und Exraucherinnen haben oft das Gefühl, etwas zwischen den Lippen oder in den Fingern zu benötigen und greifen so öfter zu Snacks zwischendurch. Entwickeln Sie Strategien dagegen: Kaugummi kauen, kohlesäurehaltiges Mineralwasser trinken, die Finger mit einem Stressball oder Kuli beschäftigen…

Für alle Exraucher und Exraucherinnen gilt: Bewegen Sie sich! Bewegung hilft nicht nur bei der Gewichtskontrolle sondern hilft auch dabei, langfristig abstinent zu bleiben.

zum Seitenanfang

7. Ich rauche seit mehr als 35 Jahren. Zahlt sich ein Rauchstopp für mich überhaupt noch aus?

Ein Rauchstopp zahlt sich in jeden Fall für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden aus, egal wie lange Sie geraucht haben oder wie alt Sie sind.
Wenn Sie sich heute für ein rauchfreies Leben entscheiden, dann verringert sich das Herzinfarktrisiko schon nach 24 Stunden! Nach einigen Tagen verbessert sich der Geruchsinn und der Geschmacksinn. In den ersten Wochen stabilisiert sich die Kreislaufsituation und nach einem Jahr sinkt das Risiko für eine Herzerkrankung auf die Hälfte des Risikos von Rauchern oder Raucherinnen, wenn keine Vorerkrankungen bestehen. Die Lungenfunktion verbessert sich, die Kurzatmigkeit und die Hustenanfälle gehen zurück. Sie bekommen mehr Luft, Ihre Fitness und Ihr Wohlbefinden steigern sich. Durch die bessere Sauerstoffzufuhr und das Wegfallen des venenverengenden Nikotins verbessert sich die Durchblutung vor allem in den Armen und Beinen. Durch den Rauchstopp verbessern Sie Ihre Lebensqualität in jedem Fall!

zum Seitenanfang

8. Welche Vorteile habe ich neben den gesundheitlichen Nutzen noch vom Rauchstopp?

Neben den zahlreichen positiven gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchstopps beschreiben viele Exraucher und Exraucherinnen auch ein neu gewonnenes Freiheitsgefühl, da ihr Alltag nicht mehr von der Zigarette oder den Gedanken daran bestimmt wird. Sie können die Zeit, die sie fürs Rauchen verwendet haben, anderweitig nutzen und fühlen sich leicht und unbeschwert.
Mit der Rauchfreiheit ist auch ein finanzieller Vorteil verbunden, rechnen Sie nach! Bei einem Konsum von einer Packung Zigaretten pro Tag gibt ein durchschnittlich starker Raucher oder Raucherin pro Monat um die 110€ aus!
Nichtraucher und Nichtraucherinnen riechen besser! Sowohl der Geschmacksinn und Geruchsinn verfeinern sich, als auch der eigene Körpergeruch wird besser.
Auch Ihr Äußeres wird sich verändern: Ihre Haut wird wieder mehr durchblutet, sie erscheint rosiger und frischer! Nach einer professionellen Zahnreinigung spiegelt sich die Freude über Ihre Rauchfreiheit auch in Ihrem Lächeln wider.
Durch Ihre Vorbildwirkung ermöglichen Sie auch anderen eine positive Einstellung einem rauchfreien Leben gegenüber. Außerdem schützen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch Ihre Lieben vor den schädlichen Auswirkungen des Passivrauchs!

zum Seitenanfang

9. Ist Nikotinersatz bei der Tabakentwöhnung notwendig?

Für manche Raucher und Raucherinnen ist es sinnvoll und notwendig Nikotinersatzpräparate im Zuge der Tabakentwöhnung zu verwenden, um Entzugserscheinungen zu verringern und somit den Start ins rauchfreie Leben zu erleichtern. Verschiedene Präparate (Pflaster, Kaugummi, Inhalator, Lutschtablette….) stehen zur Verfügung. Besonders für körperlich stark abhängige Raucher und Raucherinnen und jene, die schon mehrere Rauchstoppversuche hinter sich haben, hat sich die Verwendung von Nikotinersatz bewährt.
Das Nikotin im Tabakrauch vermittelt über Empfängerstellen im Gehirn sowohl anregende als auch beruhigende Wirkungen. Nach längerem Konsum gewöhnt sich der Körper an diesen Stoff, was zur Folge hat dass die Wirkung weniger stark wahrgenommen wird oder die Dosis gesteigert werden muss, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Wenn nun kein Nikotin mehr zugeführt wird, reagieren diese Empfängerstellen „gereizt“ und diese Reaktionen können als Entzugserscheinungen wahrgenommen werden. Zur Erleichterung des Entwöhnungsprozesses kann das Nikotin aus der Zigarette durch die medikamentöse Gabe von Nikotin ersetzt werden. Das reine Nikotin mildert die Entzugssymptomatik, ohne den Körper durch die Schadstoffe der Zigarette zu belasten und ohne die starke Suchtgefahr des Nikotins in der Zigarette zu bewirken. Es hat sich gezeigt, dass sich bei stark abhängigen Rauchern und Raucherinnen durch die Verwendung von Nikotinersatzpräparaten die Erfolgswahrscheinlichkeit der Abstinenz erhöhte. Die Präparate dienen als vorübergehende Unterstützung, sie sollen nicht zum langfristigen Ersatz für Zigaretten werden. Nach ungefähr 3 Monaten wird Nikotinersatz in der Regel langsam abgesetzt. Genaue und individuelle Informationen zur Anwendung erhalten Sie in der Apotheke Ihres Vertrauens oder bei Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin.

zum Seitenanfang
Artikel als Mail verschicken Drucken